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Die 10 besten Marinas auf Mauritius

Mauritius liegt an einem Scheideweg des südlichen Indischen Ozeans, etwa auf halber Strecke zwischen Madagaskar, den Malediven und Réunion. Für Segler auf dem klassischen Weltumsegelungsweg — ostwärts von Kapstadt, dann nordwärts ins Rote Meer oder weiter nach Asien — gehört die Insel zu den willkommensten Anlaufhäfen überhaupt. Die Lagunen, geschützt hinter Saumkorallenriffen, bieten Ankerplätze von seltener Ruhe, während modern ausgebaute Marinas dem wachsenden Kreuzfahrtstrom gerecht werden.

Grand Baie Yacht Club

Der Grand Baie Yacht Club an der Nordküste ist das gesellschaftliche Zentrum der mauritischen Seglerszene. Die Lagune hinter dem Coin-de-Mire-Kanal ist weit, gut geschützt und selten über Windstärke 3 hinaus aufgeraut — außerhalb der Zyklonsaison von Dezember bis März. Der Club hält rund 60 Gastbojen bereit; die Einklarierung läuft unkompliziert: Hafenamt, Immigration und Zoll kommen innerhalb weniger Stunden zur Inspektion an Bord. Diesel, Wasser, Wäscheservice und WLAN stehen zur Verfügung. Die Sonntagsregatten ziehen Laser-Urlaubssegler und Weltumsegler gleichermaßen an.

Caudan Waterfront Marina — Port Louis

Im Handelshafen von Port Louis liegt die Caudan Waterfront Marina auf einem umgestalteten Kai an der Ostseite. Die Stegplätze bieten Landstrom (240 V / 50 Hz), Wasser und Wachschutz. Die Lage ist unschlagbar für Verproviantierung: Im Caudan-Einkaufszentrum befinden sich ein vollsortierter Supermarkt, ein Yachtausrüster, eine Apotheke und mehrere Restaurants — alles in drei Gehminuten. Kraftstoff liefert ein Ponton im Handelshafen. Die Einklarierung für internationale Ankünfte erledigt man im Hafenbehördengebäude nebenan.

Mahebourg Waterfront Marina

Mahebourg an der Südostküste schützt die ruhige Lagune hinter dem Riffgürtel von Pointe d'Esny. Die dortige Waterfront Marina ist kleiner und ruhiger als Grand Baie — ein Liebling unter Langfahrern, die nach wochenlanger Passage echte Erholung suchen. Das Mahebourg Historical Museum, das der Seeschlacht von Grand Port 1810 gewidmet ist, liegt im Fußweg. Die Lagune ist bei den herrschenden Südostpassatwinden nahezu spiegelglatt, und das Schnorcheln im Blue-Bay-Meerespark — ein Ramsar-Feuchtgebiet 4 km entfernt — ist außergewöhnlich.

Ankerbucht Pereybere

Wenige Kilometer östlich von Grand Baie bietet die Bucht von Pereybere einen idealen Zwischenstopp für Segler, die auf ein Wetterfenster in Richtung Norden oder Osten warten. Guter Halt bei 3–5 m Tiefe über Sandgrund; die Riffplatte verhindert das Einlaufen von Dünungen. Das kleine Fischerdorf hat einen malerischen Morgenmarkt und zwei Bäckereien mit mauritischem Roti. Offizielle Marinastrukturen gibt es nicht, aber der Ankerplatz ist in Kreuzfahrtforen und im Imray Indian Ocean Cruising Guide bestens dokumentiert.

Lagune Trou aux Biches

Die Lagune vor Trou aux Biches an der Nordwestküste ist einer der fotogensten Ankerplätze der Insel. Tiefen von 4–6 m über weißem Sand und ein eindeutiger Riffpass bei Pointe aux Piments ermöglichen eine unkomplizierte Einfahrt bei Tageslicht. Am Dorfstrand reihen sich Kasuarinenbäume und Strandrestaurants mit gegrilltem Oktopus (Ooctopus Vindaye) und frischen Thunfischsteaks. Die Versorgungsmöglichkeiten sind einfach, aber die Atmosphäre entschädigt reichlich.

Black River Bay — La Gaulette

An der Südwestküste bietet die Black-River-Bucht Ankerraum bei 4–8 m mit vernünftigem Schutz aus Südost. Von hier starten Sportfischerboote zu den berühmten Blauen-Marlin-Gründen — das Wasser fällt nur 3 km offshore auf über 1 000 m Tiefe. Einige seglertaugliche Pensionen in La Gaulette helfen bei Gasflaschenumtausch, Proviant und mechanischer Hilfe. Der Black-River-Gorges-Nationalpark beginnt direkt im Landesinneren.

Anse La Raie — Ankerbucht am Nordkap

Anse La Raie an der nördlichsten Spitze der Insel eignet sich besonders für Flachgänger (Tiefgang unter 1,5 m). Sie liegt direkt auf dem Weg von Grand Baie um das Cap Malheureux nach Osten und taugt hervorragend als Übernachtungsstopp. Die kleine Dorfkirche mit ihrem roten Dach ist von 5 Seemeilen Entfernung sichtbar und eines der meistfotografierten Motive auf Mauritius.

Rivière des Créoles — Flussmündungsanker

Die Flussmündung der Rivière des Créoles an der Westküste öffnet hinter einem Sandspit und bietet 2–4 m Tiefe. Sie wird hauptsächlich von Fischerpiroge genutzt, kann aber einen Flachgänger für eine Nacht aufnehmen. Die Umgebung — Zuckerrohrfelder bis hin zum Rempart-Gebirgsrücken — ist urmauritisch und fernab aller Touristenströme.

Club Nautique du Sud — Souillac

Der Club Nautique du Sud in Souillac betreibt eine kleine Slipanlage und einige Bojen im Küstenschutz. Er dient vorwiegend Tagesseglern und Kitesurfern, wird aber gelegentlich von Küstentörns im Uhrzeigersinn rund um die Insel genutzt. Die spektakulären Rochester-Falls-Wasserfälle liegen 2 km im Landesinneren.

Rodrigues-Insel — Port Mathurin

Rodrigues, eine mauritische Dependance rund 600 km östlich, gehört in jede Liste für Segler, die auf dem Weg zu den Seychellen oder Chagos anlaufen. Der Hafen Port Mathurin hat staatlich verwaltete Gastbojen, und die Inselgemeinschaft empfängt Segler mit bemerkenswerter Herzlichkeit. Die Lagune von Rodrigues — eine der flächenmäßig größten Koralllagunen der Welt im Verhältnis zur Inselfläche — bietet von Mai bis November hervorragende Tauch- und Kitesurfbedingungen.

Auf der Karte

Von den türkisfarbenen Lagunen Grand Baies bis zur abgelegenen Stille von Rodrigues 600 km offshore bietet Mauritius eine bemerkenswerte Vielfalt an Liegeplätzen und Ankerbuchten. Die interaktive Karte verzeichnet jeden Liegeplatz, jede Ankerbucht und jeden Tankstop. Zoomen Sie auf Mauritius auf der Karte und planen Sie Ihren Törn rund um die Südostpassatzeit.